AVGS

AVGS – Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

…neu seit dem 01.04.2012

Änderungen seit Juni.

Private Arbeitsvermittler werden seit dem 01.04.2012 zu Maßnahmeträgern erhoben. Dies erforderte bis zum Ende des Jahres 2012 eine Zertifizierung von einer fachkundigen Stelle.

Hinweis:

Aufgrund einer Rechtsänderung wurde der Vermittlungsgutschein ab 01.04.2012 durch den „Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein – AVGS MPAV“ ersetzt.

  • Alle Arbeitssuchenden können ab dem Zeitpunkt der Arbeitssuchendmeldung (z.B. sofort nach Erhalt der Kündigung) den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erhalten.
  • Ein Leistungsbezug und eine Wartezeit sind dafür nicht mehr notwendig.
  • Ihr Fallmanager entscheidet über Ihren Antrag nach Ermessen.
  • Empfänger von Arbeitslosengeld I haben nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug sogar einen Rechtsanspruch auf den AVGS.

Als Träger der privaten Arbeitsvermittlung benötigen wir nun einen AVGS (Aktivierungs- und VermittlungsGutSchein), um Sie in eine Anstellung zu vermitteln. Wir haben aber auch Stellenangebote, bei denen die Vermittlungsleistung durch das Unternehmen erfolgt und kein Vermittlungsgutschein notwendig ist.

Eine schnelle Info und Beratungstermine bekommen Sie werktags von 9 bis 18 Uhr unter: 030 34331667

So sieht ein Beispiel eines AVGS aus:

avgs-beispiel


Folgende Hinweise hängen dem AVGS an:

Regionale Festlegungen
Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein gilt für die o. a. regionalen Festlegungen für die Auswahl des Trägers und auch der Region. in der die vermittelte Beschäftigung aufzunehmen ist. Eine Zahlung der Vermittlungsvergütung ist u. a. nur unter Beachtung dieser Festlegungen möglich.

Vermittlungsvergütung
Die Vermittlungsvergütung wird unter Einhaltung der regionalen Beschränkungen und unter folgenden Voraussetzungen an den Träger (private Arbeitsvermittlung) gezahlt

  • Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung bzw. in eine versicherungspflichtige. mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum innerhalb der Gültigkeitsdauer des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins
  • Aufnahme der vermittelten Beschäftigung innerhalb der Gültigkeitsdauer
  • mindestens sechswöchige Dauer der vermittelten Beschäftigung
  • Nachweis durch die Vermittlungs- und Beschäftigungsbestätigung
  • Einlösung des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins mit dem erforderlichen Nachweis innerhalb der Ausschlussfrist

Ausschlusskriterien
Die Vermittlungsvergütung wird nicht gezahlt. wenn die vermittelte Beschäftigung

  • von vornherein auf eine Dauer von weniger als drei Monaten begrenzt ist oder
  • bei einem früheren Arbeitgeber erfolgt. mit dem während der letzten vier Jahre vor Aufnahme der Beschäftigung ein mindestens drei Monate dauerndes Beschäftigungsverhältnis bestand. Dies gilt nicht. wenn es sich um die befristete Beschäftigung besonders betroffener schwerbehinderter Menschen handelt.

Ausschlussfrist
Die Zahlung der Vermittlungsvergütung (Einlösung des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins) ist durch den Träger (private Arbeitsvermittlung) nach erstmaligem Vorliegen der Zahlungsvoraussetzungen zu beantragen. Innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs Monaten (§ 326 SGB 111) sind die Unterlagen. die für die abschließende Entscheidung über den Umfang der zu erbringenden Leistung notwendig sind. einzureichen. Die Frist beginnt jeweils mit Ablauf des Kalendermonats. in dem die für die Zahlung geforderte Beschäftigungsdauer erfüllt ist.

Höhe der Vermittlungsvergütung
Die oben angegebene Vermittlungsvergütung wird in zwei Raten gezahlt.

Die erste Rate für die 6-wöchige Dauer der vermittelten Beschäftigung beträgt 1000.00 Euro. Der Restbetrag wird nach einer Dauer dieser Beschäftigung von sechs Monaten gezahlt.

Hinweise zum Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

gem. § 45 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SGB III

Auswahl eines zugelassenen Trägers:
Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein können Sie nach wie vor mehrere zugelassene Träger (private Arbeitsvermittlungen) Ihrer Wahl mit der Arbeitsvermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung beauftragen, eine Kopie des AVGS genügt. Ab dem 01.01.2013 muss der Träger eine Zulassung besitzen. Lassen Sie sich diese in geeigneter Form nachweisen. Mit Aushändigung einer Kopie des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins haben Sie den Träger beauftragt, Sie in eine versicherungspflichtige Beschäftigung zu vermitteln.

Vermittlungsvertrag:
Für diese Förderleistung (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) müssen Sie wie gehabt weiterhin einen Vermittlungsvertrag mit dem Träger abschließen. Mit der Vermittlungsvergütung sind alle Kosten des Trägers im Zusammenhang mit der Vermittlung abgedeckt. Das gilt auch, wenn z.B. der Träger im Rahmen seiner Vermittlungstätigkeit Bewerbungsunterlagen für Sie erstellt oder bereits vorhandene überarbeitet. Eine Kostenerstattung der Agentur für Arbeit im Rahmen des Vermittlungsbudgets ist nicht möglich. Es dürfen keine Kosten des Trägers für getätigte Bewerbungen erhoben werden.

Sind in Ihrem Vermittlungsvertrag Passagen enthalten, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, sind diese unwirksam, nicht jedoch der gesamte Vermittlungsvertrag.
Solche Textpassagen können sein:

  • Die Inhaberin/der Inhaber des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins trägt die Kosten, wenn er innerhalb einer bestimmten Frist selber kündigt oder wenn er Anlass zur Kündigung durch den Arbeitgeber gibt.
  • Die Inhaberin/der Inhaber des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins muss eine „Strafe“ zahlen. wenn er ein vereinbartes Vorstellungsgespräch bzw. einen anderen Termin nicht wahrnimmt oder einer Verpflichtung (z.B. Mitteilungspflicht) nicht nachkommt.

Diese oder ähnliche Passagen zur Kostenerstattung sind unwirksam. Sie müssen einer entsprechenden finanziellen Forderung des Trägers nicht nachkommen.

Vermittlungsvergütung:
Im Falle der erfolgreichen Vermittlung nach den Bedingungen des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins wird dem von Ihnen beauftragten Träger die Vermittlungsvergütung bezahlt. Die erste Rate beträgt 1.000,00 Euro. Über diese Bezahlung der Vergütung werden Sie informiert. Dauert Ihr Beschäftigungsverhältnis insgesamt sechs Monate kann der Träger die zweite Rate erhalten.

Gültigkeitsdauer des Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins:
Ihr Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ist zeitlich befristet. Diese Frist können Sie Ihrem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein entnehmen. Die „Gültigkeit“ (Bindung an die Zusicherung) Ihres Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheins entfällt bei:

  • Ende Ihres Arbeitslosengeldanspruchs
  • Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung
  • Wegfall der Arbeitslosigkeit ohne versicherungspflichtige Beschäftigung, z.B. Rentenbezug, Selbständigkeit, Krankengeldbezug, Mutterschutz etc.
  • Ende der Arbeitssuche, z.B. wenn Sie an einer zumutbaren Beschäftigungsaufnahme nicht mehr interessiert sind oder diese nicht aufnehmen können
  • Beendigung der Betreuung durch die Agentur für Arbeit
  • Umzug in den Bezirk einer anderen Agentur für Arbeit

Bei Wegfall der „Gültigkeit“ müssen Sie folgendes veranlassen:

Haben Sie einen zugelassenen Träger mit der Vermittlung beauftragt, müssen Sie diesen unverzüglich über den Wegfall der Gültigkeit informieren, nicht jedoch über den Grund des Wegfalls. Sie müssen dem Träger darüber hinaus mitteilen, ob Sie die Dienste auf eigene Kosten weiter in Anspruch nehmen oder den Vermittlungsvertrag kündigen möchten.

Regionale Beschränkung:
Die regionale Beschränkung kann sich auf die Auswahl des Trägers und auch auf den für Sie in Frage kommenden Arbeitsmarkt beziehen.

Ihr Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein kann nur von einem zugelassenen Träger eingelöst werden, dessen Betriebssitz innerhalb der angegebenen regionalen Beschränkung liegt und Ihnen eine Anstellung vermittelt hat.

Beispiel: Sie haben einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein mit der regionalen Beschränkung „Stadt Berlin“ erhalten. Sie können damit nur einen Träger innerhalb des Stadtbezirks Berlin mit Ihrer Vermittlung beauftragen.

Wurde in Ihrem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein eine regionale Beschränkung für den in Frage kommenden Arbeitsmarkt festgelegt, kann nur die erfolgreiche Arbeitsvermittlung für die Beschäftigungsaufnahme in dieser Region vergütet werden.

Beispiel: Sie haben von der Agentur für Arbeit München einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für die Vermittlung einer Beschäftigung in Bayern erhalten. Die Vermittlungsvergütung kann nur für eine Beschäftigungsaufnahme in Bayern gezahlt werden. – Das letzte Wort ist seit der Einführung des AVGS aber noch nicht gefallen und es werden immer wieder Änderungen vorgenommen.

Öffentlicher Link der BMAS zu diesem Thema


Online-Publikationen der Bundesagentur für Arbeit

Unser Partner

score-personal.dewww.score-personal.de bietet Ihnen zu diesem Thema ebenfalls wertvolle und weiterführende Informationen an:

Schauen Sie sich auch hier einmal um: www.score-personal.de/vermittlungsgutschein/

Downloads

Unsere Downloads sind für Bewerber äußerst hilfreich und völlig kostenlos

    Hier finden Sie:

  • Software – zum Erstellen von Bewerbungsunterlagen
  • Vorlagen für Ihre Bewerbung – kostenlose Vorlagen und professionell abgestimmt, mit denen Sie sich von anderen Bewerbern abheben.
  • Arbeitsmaterial – Hinweise für die Erstellung und das richtige Verstehen von Arbeitszeugnissen

… zu den Downloads

Ein Kommentar:

  1. Pingback:Anonymous

Schreibe einen Kommentar